Learning Through Play: How to Support School Readiness Through Play

Die Freude am Lernen wecken: spielerisch lernen und den Schulanfang begleiten

In diesem Ratgeber erfährst du:

  • Wie sich das Lernen in der Kindheit entwickelt.
  • Warum Neugier und Gefühle so wichtig fürs Lernen sind.
  • Welche Fähigkeiten in welcher Phase entstehen.
  • Wie du das Lernen begleitest und dabei auf das Tempo jedes Kindes achtest.
  • Wie Lernspiele und freies Spielen die ersten Schulthemen unterstützen können.

Wenn wir von Lernen sprechen, weiß jeder ungefähr, was gemeint ist. Trotzdem halten wir selten inne und überlegen, was alles passieren muss, damit ein Kind entdecken, ausprobieren und weiterlernen will.

Lernen heißt nicht nur, Wissen aufzunehmen. Es heißt auch, Fragen zu stellen, Ideen zu verknüpfen, kleine Aufgaben zu lösen und Zutrauen zu gewinnen, um die nächsten anzugehen. Und vor allem heißt es, den Weg dorthin zu genießen.

Intelligenz ist ein wichtiger Teil des Lernens, aber nicht der einzige. Neugier, Motivation und Gefühle spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle. Wenn ein Kind Lust hat, etwas herauszufinden, bleibt es länger dran, probiert verschiedene Wege und begreift, dass Fehler zum Weg gehören.

Der wichtige Gedanke dabei: Intelligenz allein sorgt noch nicht dafür, dass Kinder Lust am Lernen entwickeln.

Tipp aus der Praxis

Das Ziel ist nicht, dass Kinder früher lernen, sondern dass sie das Lernen genießen und weiter entdecken wollen.

Das Spiel: spielerisch lernen auf ganz natürliche Weise

Spielen ist auch Lernen. Während Kinder Spaß haben, setzt ihr Gehirn Fähigkeiten in Gang, die sie ein Leben lang begleiten: Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Sprache, Denken, Kreativität, Planung oder Selbstkontrolle.

Deshalb sind Lernspiele und Lernspielzeug so wertvoll. Nicht weil sie etwas vorwegnehmen, sondern weil sie Erlebnisse schaffen, die Lust aufs Entdecken machen. Ein Spiel zum Lesen- oder Schreibenlernen, ein Kinderklavier oder eine Aufgabe zum Zählen fördern jeweils andere Fähigkeiten und machen Kindern dabei Freude.

Denn wenn Lernen für Kinder Sinn ergibt, bleibt die Motivation eher erhalten und neue Aufgaben lassen sich zuversichtlicher angehen.

Auch Gefühle helfen beim Lernen

Auch Gefühle spielen eine entscheidende Rolle. Jedes hat seine Funktion, aber nicht jedes führt an denselben Ort. Positive Gefühle führen dazu, dass Kinder auf etwas zugehen: näher kommen, erkunden, ausprobieren, entdecken.

Starke negative Gefühle können dazu führen, dass Kinder ausweichen: sich entfernen, in Alarmbereitschaft gehen, blockieren oder aufgeben. Es lohnt sich also, im Blick zu behalten, wohin die Gefühle führen, die gerade im Spiel sind.

Eines der wichtigsten Gefühle beim Lernen ist das Gefühl, etwas zu können. Jedes Mal, wenn ein Kind etwas versucht, einen Fehler macht, Unterstützung bekommt und merkt, dass es weiterkommt, wächst sein Selbstvertrauen. Nach und nach entsteht der Gedanke „ich schaffe das“. Die Aufgabe der Erwachsenen ist es, diesen Weg zu begleiten, ohne den Kindern die Arbeit abzunehmen, und dabei immer ihr Tempo zu respektieren.

Wichtige Botschaft

Sich etwas zuzutrauen heißt nicht, alles richtig zu machen. Es heißt, darauf zu vertrauen, dass ein Kind mit Zeit und Übung weiterlernt.

Was passiert im Gehirn, wenn Kinder spielen?

Wenn eine Tätigkeit Freude macht, aktiviert das Gehirn Prozesse rund um Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Neugier und Motivation.

Gleichzeitig entwickeln sich Fähigkeiten wie:

  • Planung.
  • Flexibilität beim Suchen von Lösungen.
  • Selbstkontrolle.
  • Die Fähigkeit, Aufmerksamkeit zu halten.

Nachdem die Freude am Lernen geweckt ist, schauen wir uns nun die einzelnen Phasen an und wie sich das schulische Lernen im Spiel unterstützen lässt, in dieser so wichtigen Zeit im Leben der Kinder.

Von 0 bis 3 Jahren: die Grundlagen des Lernens entstehen

In den ersten Jahren lernen Kinder, indem sie erkunden. Sie beobachten, greifen, hören zu, bauen, wiederholen und probieren immer wieder. So verstehen sie die Welt.

Von schulischem Lernen im engeren Sinn ist in dieser Phase noch keine Rede, aber es entstehen jetzt die Fähigkeiten, die später das Lesenlernen, das Schreibenlernen und das Lernen der Zahlen möglich machen.

Bevor Kinder einen Buchstaben erkennen, brauchen sie Aufmerksamkeit und ein Auge für Unterschiede. Bevor sie Zahlen verstehen, erleben sie Begriffe wie groß, klein, viel oder wenig.

Außerdem wachsen Fähigkeiten wie:

  • Sprache.
  • Gedächtnis.
  • Neugier.
  • Der Zusammenhang von Ursache und Wirkung.

Wie können wir Kinder in dieser ersten Phase begleiten?

Es muss nicht jeder Moment eine angeleitete Aktivität werden. Oft genügt es, gemeinsam mit Kindern zu beobachten, ihre Fragen zu beantworten, das Entdeckte in Worte zu fassen und Raum zum Ausprobieren zu lassen.

Lernspielzeuge für Kinder, Bilderbücher, Musik, Bausteine, Steckspiele oder Material zum Sortieren sind Angebote, die diese ersten Verknüpfungen fördern.

Auch Musikspielzeug für Kinder, etwa ein Klavier oder ein Xylophon, hilft schon früh dabei, Aufmerksamkeit, Koordination, Hörgedächtnis und Kreativität zu entwickeln. In dieser Phase geht es nicht darum, Inhalte zu vermitteln, sondern die Lust am Entdecken zu wecken.

Von 3 bis 6 Jahren: wenn aus Neugier Lernen wird und der Schulstart näher rückt

Zwischen drei und sechs Jahren steht die Fantasie im Mittelpunkt. Aus einer Kiste wird eine Burg, aus einer Zeichnung eine Geschichte und aus einem Wort der Anfang eines Gesprächs.

Gleichzeitig entstehen Fähigkeiten, die für das schulische Lernen entscheidend werden und den Schulstart vorbereiten.

Kinder beginnen zu verstehen, dass Zeichen für etwas stehen. Diese Fähigkeit ist die Grundlage, um Buchstaben und das Alphabet zu lernen, mit dem Lesen anzufangen und die ersten mathematischen Begriffe zu verstehen.

Die Sprache entwickelt sich schnell, und die berühmten „Warum?“-Fragen zeigen das Interesse daran, wie die Welt funktioniert.

In diesen Jahren entwickeln sich außerdem:

  • Aufmerksamkeit.
  • Gedächtnis.
  • Logisches Denken.
  • Erste exekutive Funktionen, etwa abwarten, bis man dran ist, oder kleine Handlungen planen.

Lernspiele für Kinder, Bilderbücher, Reime, Buchstabenspiele für Kinder, Puzzles oder musikalische Aktivitäten stärken all diese Fähigkeiten im Spiel.

Dazu bringen Spiele zum Lesenlernen, Spiele zum Schreibenlernen oder Angebote zum Zählenlernen diese Themen näher, im Tempo jedes Kindes.

Kernbotschaft

Jede Erfahrung zählt. Nicht weil etwas vorweggenommen werden müsste, sondern weil jeder Moment im Spiel, jede Frage und jede Entdeckung das Zutrauen aufbauen, weiterzulernen.

Von 6 bis 8 Jahren: die Werkzeuge des Wissens nutzen lernen

Mit der Schule beginnen Kinder, die Fähigkeiten aus den ersten Jahren bewusster einzusetzen. Aus Buchstaben werden Wörter, aus Zahlen werden Rechnungen, und neue Themen ordnen sich stärker.

In dieser Phase lernen sie nicht nur Inhalte. Sie entdecken auch Wege, Dinge zu verstehen, Aufgaben zu lösen und Neues selbstständiger anzugehen.

Leseverständnis, Schreiben, logisches Denken, Arbeitsgedächtnis und Planung entwickeln sich Schritt für Schritt. Wie in den Phasen davor hat jedes Kind sein eigenes Tempo.

Das Spiel bleibt ein wertvolles Werkzeug, um dieses Gelernte zu festigen. Lernspiele für Kinder, Logikaufgaben, Puzzles, Bauspiele oder Musik lassen Kinder Aufmerksamkeit, Konzentration und Ausdauer üben, und das mit Freude.

Mathespiele für Kinder helfen dabei, Rechnen, logisches Denken und die ersten Rechenaufgaben auf anschauliche und motivierende Weise zu festigen. Ebenso sorgen Spiele zum Lesenlernen und Schreibspiele für Kinder dafür, dass Lesen und Schreiben zuversichtlich weiterwachsen.

Wie können wir Kinder ab sechs Jahren begleiten?

Die Rolle der Erwachsenen verschiebt sich ein wenig: Erwachsene begleiten dann nicht mehr nur das Entdecken, sondern helfen dabei, Strategien zu entwickeln.

Fragen, die sich anbieten:

  • „Was hast du dir überlegt, um das zu lösen?“
  • „Welchen anderen Weg könnten wir ausprobieren?“
  • „Warum ist das wohl passiert?“

Solche Gespräche helfen Kindern, ihren eigenen Lernweg zu verstehen und Zutrauen zu gewinnen. Vielleicht ist genau das besonders wichtig: Kindern die Gewissheit zu geben, dass Lernen ein Abenteuer sein kann, bei dem es sich lohnt, mitzumachen.

Tipp aus der Praxis

Begleiten heißt nicht, alle Antworten zu geben. Manchmal hilft eine gute Frage mehr als eine schnelle Lösung.

Lernspielzeug nach Alter: Begleiter für jede Phase

Die Spiele der Reihe „Ich Lerne“ begleiten die einzelnen Entwicklungsphasen und machen aus dem Lernen ein natürliches, motivierendes Erlebnis. Über das Spiel hilft dieses Lernspielzeug dabei, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Sprache, Denken, Neugier und Selbstständigkeit zu entwickeln.

Erste Entdeckungen (0 bis 3 Jahre)

In den ersten Jahren fördern Angebote wie Ich Lerne - Muttertiere und Tierbabys oder Ich Lerne mit Coco grundlegende kognitive Fähigkeiten im Spiel. Außerdem fördern sie das Miteinander und das Abwarten, bis man dran ist, während Kinder entdecken und spielend lernen.

Erste Schulthemen (3 bis 6 Jahre)

Ab drei oder vier Jahren bringen Spiele wie Ich Lerne - Schreiben, Ich Lerne - Lesen, Ich Lerne - Buchstaben, Ich Lerne - Rechnen und Ich Lerne - Musik die ersten Schulthemen näher. Mit diesen Lernspielen können Kinder erste Erfahrungen mit Buchstaben, Lesen, Schreiben und Zahlen sammeln – spielerisch und in ihrem eigenen Tempo.

Lernen ist ein Abenteuer

Spiele rund um Lesen und Schreiben fördern das Erkennen von Buchstaben und Lauten, die Verbindung von Bild und Wort, die Schreibmotorik und die ersten Schritte zum Schreiben der Buchstaben. Ich Lerne - Rechnen hilft dabei, die Zahlen zu lernen, Mengen zu verstehen und erste Rechenaufgaben zu lösen, mit Aufgaben, die zum Alter passen. Ich Lerne - Musik wiederum führt Kinder in die Welt der Musik ein und fördert Kreativität, Gedächtnis, Koordination und Hörunterscheidung und lädt Kinder dazu ein, spielerisch selbst Musik zu machen.

Kernbotschaft

Das Ziel ist nicht, Lernen vorwegzunehmen, sondern die Lust am Entdecken zu wecken und das Zutrauen zu stärken, weiterzulernen.

Was Eltern mitnehmen können:

  • Lernen beginnt lange vor dem Lesen und Schreiben.
  • Neugier ist einer der wichtigsten Motoren des Lernens.
  • Das Spiel weckt Motivation und öffnet neue Entdeckungen.
  • Fehler gehören zum Lernen dazu.
  • Jedes Kind hat sein eigenes Entwicklungstempo.
  • Lernspielzeug begleitet das Lernen, aber die Rolle der Familie bleibt entscheidend.
  • Begleiten heißt auch beobachten, Fragen stellen und den Fähigkeiten jedes Kindes vertrauen.

Häufige Fragen zum spielerischen Lernen

Wann beginnt das schulische Lernen?

Lange vor der Schule. Von 0 bis 3 Jahren entstehen Aufmerksamkeit, Sprache und Gedächtnis; zwischen 3 und 6 Jahren die Grundlagen für das Lesen und die ersten mathematischen Begriffe.

Welche Lernspiele für Kinder helfen beim Lesenlernen?

Spiele, die das Erkennen von Buchstaben und Lauten, die Verbindung von Bild und Wort und die Schreibmotorik üben. Wichtig ist nicht, etwas vorwegzunehmen, sondern das Tempo jedes Kindes zu respektieren.

Wie wählt man Lernspielzeug nach Alter aus?

Von 0 bis 3 Jahren Material zum Erkunden, Sortieren und Stecken. Von 3 bis 6 Jahren Buchstaben, Reime, Puzzles und Musik. Von 6 bis 8 Jahren Logikaufgaben, Rechnen und Lesen.

Ist es schlimm, wenn ein Kind Fehler macht?

Nein. Jedes Mal, wenn ein Kind etwas versucht, einen Fehler macht und Unterstützung bekommt, merkt es, dass es weiterkommt, und der Gedanke „ich schaffe das“ wächst.

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